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"DIE Forderung, dass Auschwitz nicht
noch einmal sei, ist die allererste an Erziehung. Sie
geht so sehr jeglicher anderen voran, dass ich weder
glaube, sie begründen zu müssen noch zu sollen."
- Theodor W. Adorno,
Erziehung nach Auschwitz |
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KUNDGEBUNG SOLIDARITÄT MIT DER OPPOSITIONSBEWEGUNG IM IRAN! 03.07.2009 UM 15 UHR
Seit dem 12. Juni 2009, dem Tag der Präsidentschaftswahl
im islamischen Gottesstaat Iran befinden
sich tausende Oppositionelle auf den Straßen. Nicht
nur in Teheran, sondern auch in vielen kleineren
Städten und selbst in ländlichen Regionen finden
Demonstrationen und Protestaktionen statt.
Der Auslöser für diese Proteste ist zweifelsohne der offensichtliche Wahlbetrug der Machthaber rund um Präsident Ahmadinejad. Die Beweggründe für die Oppositionellen liegen jedoch tiefer, so unterstützen auch bei weitem nicht alle DemonstrantInnen den vermeintlichen Reformkandidaten Mousavi. Denn allein die Tatsache dass dieser durch den Wächterrat zu den so genannten Wahlen zugelassen wurde macht deutlich, dass er Teil des religiös-autoritären Establishment des islamischen Gottesstaates ist. Ein relevanter Teil der DemonstrantInnen spricht sich vielmehr gegen den islamischen Gottesstaat als solchen aus. Denn dieser bedeutet systematische Gewalt gegen Frauen, Verfolgung und Ermordung von Homosexuellen, Benachteiligung von religiösen und nationalen Minderheiten, ein für alle Menschen in der Region hochgefährliches Atomwaffenprogramm sowie die brutale Unterdrückung jedweder Opposition. Diese Verfolgung oppositioneller Kräfte wird in Teilen erst durch den Handel mit deutschen und europäischen Firmen möglich. So lieferten in der Vergangenheit beispielsweise Firmen wie Nokia und Siemens technische Überwachungsmittel welche jetzt zur Überwachung der Telefon- und Internetdienste verwendet werden. Der momentane Kampf der Opposition gegen die Machteliten des Landes ist die erste weltweit wahrgenommene Auseinandersetzung im Iran seit vielen Jahren. Trotz brutaler Repression durch Sittenwächter, Polizei, Revolutionsgarden und andere finden im Iran jedoch regelmäßig soziale Kämpfe statt. So kam es in den letzten Jahren häufiger zu Streiks, Frauendemonstrationen sowie Studentenprotesten mit hochschul- und allgemeinpolitischen Forderungen. StudentInnen spielen innerhalb der Demokratisierungsbewegung im Iran traditionell eine sehr wichtige Rolle. So kam es beispielsweise im Juli 1999 als Reaktion auf die Schließung mehrerer liberaler Zeitungen zu Studentenprotesten für Presse- und Meinungsfreiheit. Diese wurden brutal niedergeschlagen. Tausende wurden verhaftet, hunderte verletzt und gefoltert und viele ermordet. Auch bei den aktuellen Protesten gab es schon eine Vielzahl von Verletzten und Toten. WIR FORDERN DESHALB: - Solidarisieren Sie sich mit der Oppositionsbewegung im Iran. Öffentlichkeit und internationale Solidarität schaffen ein Stück weit Sicherheit für die iranische Opposition.- Fordern Sie PolitikerInnen dazu auf, darauf hinzuwirken dass Deutschland und die EU die Wahl im Iran nicht anerkennen und sich mit den DemonstrantInnen solidarisieren. - Verlangen Sie von deutschen Firmen alle Geschäfte zu stoppen die das iranische Regime stützen und der Opposition schaden. - Unterstützen Sie den Kampf der iranischen Opposition für Menschenrechte, individuelle Freiheit, Geschlechtergleichheit und eine säkulare Gesellschaft. stopthebomb.wordpress.com de.stopthebomb.net freeirannow.wordpress.com |
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Solidarität mit der Oppositionsbewegung im Iran! Nieder mit der islamischen Republik!
//26. Juni 2009
Seit dem 12. Juni 2009, dem Tag der Präsidentschaftswahlen im islamischen Gottesstaat Iran befinden sich tausende Oppositionelle auf den Straßen. Der Auslöser für diese Proteste ist zweifelsohne der offensichtliche Wahlbetrug der Machthaber um Präsident Ahmadinejad. Die Beweggründe für die Oppostionellen liegen jedoch tiefer, so unterstützen auch bei weitem nicht alle Demonstrant_innen den veremeintlichen Reformkandidaten Mousavi. Ein großer Teil der Demonstrant_innen spricht sich vielmehr gegen den islamischen Gottesstat als solchen aus.
Aktuelle Infos: freeirannow.wordpress.com |
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LIBERATION PARTY 8. MAI 1945 - WER NICHT FEIERT HAT VERLOREN.
//29. April 2009
Am 8. Mai 1945 setzen die Armeen der Sowjetunion, Großbritanniens, der Vereinigten Staaten von Amerika sowie deren verbündete Einheiten dem deutschen Projekt von Krieg, Eroberung und Vernichtung ein Ende.
64 Jahre nach diesem Tag der Befreiung Europas vom NS-Faschismus wollen wir der Opfer des rassistischen und antisemitischen Wahns gedenken und vor allem der Anti-Hitler-Koalition von 1945 danken. Um den 8. Mai 1945 gingen in ganz Europa, den Vereinigten Staaten von Amerika sowie der Sowjetunion Menschen auf die Straßen und feierten die Befreiung vom NS-Faschismus und das Kriegsende in Europa. Der Tag der Kapitulation des deutschen Reiches ist auch heute noch in Frankreich, Russland, Polen, den Niederlanden und weiteren Ländern ein Feiertag. In Deutschland wurde der 8. Mai weder im Jahre 1945 noch in den darauf folgenden Jahrzehnten als ein Tag zum Feiern verstanden. Die überwältigende Mehrheit der Deutschen fühlte sich nicht befreit, sondern zu Recht besiegt. Den 8. Mai in Deutschland als Tag der Befreiung zu feiern setzt voraus, den NS-Faschismus als Verbrechen anzuerkennen und einzugestehen dass die eigenen Eltern und Großeltern zu einer überwiegenden Mehrheit Akteure oder Nutznießer eines mörderischen Systems waren. Wenn heute die deutsche Staatsführung bei Gedenkveranstaltungen die deutsche Schuld anerkennt und die Befreiung als solche bezeichnet, geht es meist darum, darzustellen dass Deutschland aus den NS-Verbrechen gelernt habe, und gerade deshalb besonders in der Lage sei aktuelles Unrecht anderer Staaten zu erkennen. So versucht das Deutschland der Berliner Republik "moralisches Kapital" für seine aktuellen machtpolitischen Ambitionen aus der eigenen verbrecherischen Geschichte zu ziehen. Wir als AntifaschistInnen erteilen diesem "Gedenken" eine Absage und danken den Alliierten und ihren verbündeten Einheiten für die Niederschlagung des NS-Faschismus und die Befreiung der besetzen Länder. Wir haben was zu Feiern! - LIBERATION PARTY 8.Mai 2009 | 21.00 Uhr mit DJCreepy Crab & Liberation Melodies, Cocktails & Longdrinks Jugendraum im Gewerkschaftshaus Richard-Wagner-Straße 2 | Regensburg |
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KEIN RAUM FÜR SEXISMUS, HOMOPHOBIE UND RELIGIÖSEN FUNDAMENTALISMUS!
//24. April 2009
Vom 20.-24. Mai 2009 soll in Marburg der „6. Internationale Kongress für Psychotherapie und Seelsorge“ statt finden. Organisiert von evangelikalen Gruppierungen sind unter dem Motto „Begegnung zwischen Psychotherapie und christlicher Seelsorge in Wissenschaft und Praxis“ über hundert Workshops geplant, die sich unter anderem mit Themen aus dem Bereich Sexualität und Identität beschäftigen. Unter dem Deckmantel der Wissenschaft verbreiten einzelne ReferentInnen ein konservatives Bild von der heterosexuellen Ehe als einzigem Lebensmodell und stigmatisieren Homosexualität als krankhaft und nicht erwünscht.
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SKATEISTAN UPDATE
//06. Februar 2009
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MIT SCHÄRPE UND MÜTZCHEN
//06. Februar 2009
Eigentlich sollte am 23. Januar 2009 eine Veranstaltung mit dem ehemaligen Bundeswehrarzt Dr. Reinhard Erös im "Landshuter Hof" in Regensburg stattfinden. Jedoch sagte Erös die Veranstaltung ab, nachdem er davon erfuhr, dass die "Prager Burschenschaft Teutonia" die Veranstaltung bewarb. In der Mittelbayerischen Zeitung distanzierte er sich ausdrücklich von der Burschenschaft.
Entrüstet vermeldete daraufhin der "alte Teutone" Dr. Hans F. Behnsen, dies sei nur das Ergebnis "zielgerichteter Primitivpropaganda einer stadtbekannten extrem links-chaotischen Truppe. (Antifa)". Die Burschenschaftler seien dagegen das unschuldige Gegenstück: "die treuesten Vasallen der Demokratie". Dazu möchten wir an dieser Stelle einen Artikel von regensburg-digital.de dokumentieren. „Der Gott, der Eisen wachsen ließ, der wollte keine Knechte.“ Diese Zeilen eines Gedichts von Ernst Moritz Arndt finden sich auf einem Flugblatt, das die „treusten Vasallen der Demokratie“ vor ein paar Jahren an der Uni Regensburg verteilten. Die „treusten Vasallen der Demokratie“ – so nennt Wolfram M. Steuerwald laut einem MZ-Bericht die Prager Burschenschaft Teutonia. Dort ist Herr Steuerwald Chef des Altherrenverbandes. Und alte wie junge Teutonen scheinen sich gerade ziemlich aufzuregen, weil sich der Afghanistan-Experte Dr. Reinhard Erös von ihrer Burschenschaft distanziert hat. Einen Vortrag, zu dem die Teutonia lud, ließ Erös platzen. Eine Sauerei, denkt sich da der Teutone. Hätte Erös sich doch einreihen können in einen erlauchten Referentenkreis, der vom Rechtsaußenpublizisten Jürgen Schwab bis zum „Nationalrevolutionär“ Götz Kubitschek reicht. Doch nicht nur unter den Referenten, auch unter den „Vasallen der Demokratie“ selbst findet sich erlesenes Personal. Seien es nun alte Herren oder junge Burschen. |
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DER IRAN. EINE KRITISCHE ANALYSE.
//29. Dezember 2008
„Jewish leader: German firms ignoring Shoah” – so lautet die Überschrift einer Meldung der Jerusalem Post vom 24. April 2008. Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums des israelischen Staates formulierte der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, eine harsche Kritik an den Geschäften deutscher Firmen mit dem religiösen Mullah-Regime des Iran.
Die Worte des Vizepräsidenten verhallten somit nicht ungehört – zumindest nicht im Staat der Shoah-Überlebenden. Dies mag nach Äußerungen der obersten Führer des Iran nicht verwundern, wie z.B. dieser Ayatollah Khameneis, „das Fundament des Islamischen Regimes ist die Gegnerschaft gegen Israel und das beständige Thema des Iran ist die Eliminierung Israels in der Region“, welche sich nahtlos in alle vorhergehenden und folgenden wahnhaften Vernichtungsdrohungen einreiht. Denn die Menschen in Israel sind sich bewusst, dass es in der Frage des iranischen Strebens nach der Atombombe um nichts anderes geht als um ihr Leben. *Die islamische Republik auf dem Weg zur Atommacht.* Veranstaltung am 30. Januar 2009 um 19 Uhr im H4 der Universität Regensburg. Referent/Innen: Fathiyeh Naghibzadeh und Thomas von der Osten-Sacken. |
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ANTIFEMINISTINNEN ALS *LEBENSSCHÜTZERINNEN*
//12. Dezember 2008
Am heutigen 12.12.2008 sollte laut Eigenangabe bereits zum 100. Mal
ein Gottesdienst sowie eine Prozession christlich-reaktionärer
AbtreibungsgegnerInnen in Regensburg stattfinden. Die aufrufende Gruppierung
nennt sich "Helfer für Gottes kostbare Kinder e.V.", und betrachtet sich
selbst als Gruppe von "Lebensschützern".
Die "Lebensschützer" berufen sich auf die biblische Schöpfungsordnung mit "Adam und Eva", eine strikt zweigeschlechtliche Ordnung, die Heterosexualität als Norm festsetzt. Dieses am Bibeltext orientierte Weltbild bildet das Fundament ihrer frauenfeindlichen, homophoben und rassistischen Ideologie. In ihrem Weltbild werden Frauen einzig und allein als Mütter wahrgenommen. Es sei Gottes Plan, wenn eine Frau schwanger wird, der Mensch habe hier nirgendwo einzugreifen. Daher agitieren die LebensschützerInnen gegen jede Art von Verhütung und ganz massiv gegen jeden Schwangerschaftsabbruch. Sie hetzen mit religiöser und völkischer Rhetorik gegen das Selbstbestimmungsrecht von Frauen über ihren eigenen Körper. |
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PLÄDOYER FÜR DIE ABSCHAFFUNG DES AUSSIEDLERBEIRATS
//23. Oktober 2008
Die Empörung in der Regensburger Ortsgruppe des "Vertriebenenverbandes" "Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LDR)" ist groß, hat es der Regensburger Bürgermeister Joachim Wolbergs (SPD) doch tatsächlich gewagt, die aktuell bestehende Trennung von Aussiedler- und Ausländerbeirat in Frage zu stellen und in Erwägung gezogen, beide in einem Gremium, nämlich einem sog. Integrationsbeirat zusammenzulegen. Was objektiv logisch ist - geht es doch in beiden um integrative Arbeit sowie Projekte und Angebote für Menschen mit Migrationshintergrund - führt bei den "Volksdeutschen" zu offiziellem Beleidigt sein.
"Unfassbar!" heißt es dick gedruckt auf der Homepage der LDR Regensburg. Denn aus völkischer Perspektive, in der die Welt nur im zoologischen Sinne nach Gattungen strukturiert vorstellbar ist, werden die Menschen durch ihre "Abstammung" definiert. |
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ROSEN VON DER NPD
//23. Oktober 2008
Am 13. September, zwei Wochen vor der Landtagswahl in Bayern, präsentierte die Regensburger NPD sich mit einem Infostand am Haidplatz. Trotz des bemüht bürgerlichen Erscheinungbildes und trotz der am Samstag Vormittag recht belebten Innenstadt konnte die NPD damit jedoch glücklicherweise wenig Aufmerksamkeit auf sich lenken. Der Eindruck drängte sich auf, dass die meisten PassantInnen angesichts der rechtsextremen Rasselgespenster den Haidplatz gleich ganz mieden. Immerhin führte dies dazu, dass die paar NPDlerInnen um Willi Wiener recht einsam an ihren zwei Infotischen standen.
Zumindest solange bis der Verein für Deutsche Sprache (VDS) mit seiner "Schrottrikscha" auftauchte, um in vorbildlicher politischer 'Äquidistanz' - nachdem man schon bei den Infoständen der anderen Parteien für seine Wahl eines Schrottwortes Werbung gemacht hatte - einen angeregten Plausch mit der NPD zu halten. Verzückt ob der unerwarteten Aufmerksamkeit bekam die Vertreterin des VDS von der NPD auch prompt zwei Rosen geschenkt. War der VDS nachdem die Mittelbayerische Zeitung Auszüge aus unserer Pressemitteilung veröffentlichte, zumindest einige Zeit versucht, seine Anhängerschaft zu Protesschreiben zu mobilisieren, um dem Vorwurf der Rechtslastigkeit zu entgehen, suchte dieser nun demonstrativ den Kontakt mit der NPD. Von taktischer Zurückhaltung keine Spur. Das Spektakel in der MZ führte zwar zu einem enormen Medienecho für den VDS, führte aber zu keiner inhaltlichen Debatte. Der Freispruch durch die Regensburger Öffentlichkeit, wird so zum Freibrief, das Minimum pragmatischer Spielregeln außer Kraft zu setzen, welches die Regensburger Partei- und Vereinslandschaft in der mühevollen Arbeit der letzten 5 Jahre erlernt hat: Den Rechtsradikalismus, den die NPD verkörpert als Problem anzuerkennen und diese Partei um des guten Rufes Willen zu meiden. Drei Mitglieder des VDS im gemeinsamen Kampf mit der NPD gegen die amerikanische Unkultur: Karin Machner, NPD (Landeslistenplatz 8) findet für ihre "Jetzt Reichts" NPD-Wahlwerbung Interesse beim Verein deutscher Sprache: |
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REEDUCATION PER SKATEBOARD
//07. Oktober 2008
"Das Ziel der Schöpfung war es, die Menschheit durch Härte und im Gebet auf die Probe zu stellen. Die islamische Herrschaft muss in jeder Hinsicht streng sein. Im Islam wird nicht gespaßt. Deshalb kennt der Islam keinen Humor. Auch Heiterkeit gibt es im Islam nicht. Wenn etwas ernst ist, kann es keine Heiterkeit und Freude geben."
(der iranische Revolutionsführer Khomeini via Radio, 8. September 1978) Obwohl die Verhältnisse in Afghanistan natürlich nicht mit denen im Iran gleichzusetzen sind, ist es dennoch nicht sonderlich schwer zu erraten, wie sich Jugendliche fühlen müssen, die das Pech haben in einer islamischen Republik aufzuwachsen in der so ziemlich alles verboten ist was Spaß macht: Keine Party,kein Rock´n´Roll und natürlich erst recht kein teuflischer Sex. Stattdessen gibts jede Menge Märtyrerkitsch, absurde Heilsversprechungen, ein paar ziemlich fiese Märchengeschichten (inkl. Sündenböcke) und einen schier unendlichen Berg Genörgel, Gejammer und Geschimpfe über "Ausschweifung", "Sittenverfall" und "westliche Dekadenz" vom lokalen Geistlichen. Wer darauf aber keinen Bock hat, dem bleiben nicht viele weltliche Freuden. Dagegen wirkt das engagierte, internationale Projekt einer afghanischen Skateboard-Schule "Skateistan" vielversprechend: "Vor ein paar Monaten erst wurde Skateboarding, eine dort bis dahin unbekannte westliche Jugendkultur, nach Afghanistan gebracht. Durch einen nunmehr zwanzig Jahre andauernden Krieg ist das Land in allen Bereichen geschwächt. Infrastruktur und Wirtschaft sind am Boden, die Erde außerhalb der Städte mit Landminen durchsetzt. Die Einwohnerzahl in Kabul stieg durch die Landflucht von einer Million auf vier Millionen. Etwa 70% der Bevölkerung ist unter 25 und das Land hat den prozentual höchsten Anteil an Grundschulkindern weltweit. Deshalb ist es wichtig, den jungen Menschen dort neue Perspektiven zu geben, damit sie den Spaß am Leben wieder finden können – gerade auch mit Skateboarding!". Das Skateistan-Team möchte "nicht nur den Skateboard-Lifestyle präsentieren, sondern auch die in Afghanistan immer noch vorherrschende Kluft zwischen Mann und Frau, genauso wie ethnische und kulturelle Barrieren einreißen und somit Aufklärungsarbeit leisten." Bleibt nur viel Erfolg zu wünschen! |
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HEIMATLIEBE STAYS HERZENSANGELEGENHEIT
//05. August 2008
Offensives Werben mit dümmlichen Ressentiments verspricht Erfolg
in Deutschland, denn Heimatliebe ist eine Herzensangelegenheit.
Besondere Überhöhung kommt ihr in Zeiten zu, in denen die Deutschen
wieder einmal panisch feststellen, dass sie von allen Seiten
bedroht sind, nämlich von der sogenannten "Amerikanisierung":
die deutschen Medien, die deutsche Kultur, das deutsche Sozialsystem
und sogar die deutsche Sprache wird unterwandert und zersetzt.
Die heile Welt und idyllische Gemeinschaft des "kleinen deutschen Mannes"
und der "kleinen deutschen Frau" wird bedroht, und zwar von "oben",
insbesondere von "außen", hauptsächlich von "den Mächtigen".
Dem Maskottchen des VDS Regensburg, Irene Liefländer, die sich selbst mit beeindruckender Penetranz zu jeder Gelegenheit als die Behüterin des "deutschen Sprachgärtleins" darstellt, die mit rührselig-unschuldigen Bambiblick "von unten" gegen "die Mächtigen", die das Kollektiv bedrohen ankämpft, kann sich dabei der Sympathien des Regensburger Pöbels sicher sein. Entsprechend empört fielen die Leserbriefe aus, nachdem die Mittelbayerische Zeitung am 11.Juli 2008 im Regensburger Lokalteil Auszüge aus unserer Pressemitteilung zum Verein Deutscher Sprache abdruckte. Weil wir die Realsatire niemanden vorenthalten wollen, haben wir die Highlights im Folgenden noch einmal aufbereitet. |
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SAUERKRAUT , KUFENROLLER UND SILBERSCHEIBEN - VDS REGENSBURG UND SEIN SPRACHPURISMUS
//01. Juli 2008
"Fremde Worte werden nicht mehr in den Blutstrom der natürlichen
Sprache eingefügt. Sie werden lediglich heruntergewürgt und bleiben
unverdaulich."
-Literaturwissenschaftler Georg Steiner Blutstrom und Verdauung - Diese biologistische Sprache, durch die der menschliche Verdauungstrakt auf sehr seltsame Weise mit verbaler Ausdrucksfähigkeit in Verbindung gebracht werden soll, mag auf manchen Leser unangenehm wirken, bei empfindlichen Menschen sogar Ekel auslösen. Den Mitgliedern des "Vereins für deutsche Sprache" (VDS) in Regensburg gefiel der Spruch dagegen scheinbar so gut, dass sie sich nicht zu Schade waren, ihn auf ihrer Seite neben einer Reihe weiterer Zitate unter dem Titel "Goldene Worte - Schöne Sprüche" zu veröffentlichen. Eine zweite Liste, als das entsprechende Pendant zur Ersten, findet sich ein paar Zeilen weiter unten: "aus der Worthölle" bezeichnet dort eine Sammlung scheinbar diabolischer Slogans wie "It is your Heimspiel! - Make it real"(vgl. VDS Regensburg). Besonderen Anstoß nehmen die Vertreter des VDS an den darin verwendeten Anglizismen. Ziel des VDS Regensburg als Regionalgruppe des bundesweiten Vereins ist dabei die deutsche "Kultursprache" vor dem vermeintlichen Untergang zu retten, den dieser in einer "Durchmischung" mit "fremden", "undeutschen" Wörtern finden würde. |
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WEIT, WEIT LINKS
//16. Juni 2008
Die "Morgenröte am Horizont" ist es, die Lafontaine meint schon
entdecken zu können. Im Osten ist die Linkspartei, die sich selbst
als "sozial gerecht und antifaschistisch" präsentiert, laut
Umfragen mit fast 30 Prozent stärkste Kraft vor CDU und SPD.
Grund genug für den ehemaligen Rektor der Uni Regensburg, Gustav
Obermaier, dass diejenigen "die links, und weit links von den
herrschenden Kräften des Kapitals stehen" endlich "gemeinsame
Handlungen machen" . Welche Handlungen das genau sein sollen und
warum Dr. Obermaier sich selbst eine "weit, weit linke" Identität
geben möchte, das ist uns nicht klar. Glasklar ist uns aber,
dass die Integrationskraft der bürgerlichen Gesellschaft auch
die Linkspartei nicht verschont. Darum, aber nicht ausschließlich
darum, dreht sich der folgende Text, schließlich können wir,
wenn wir schonmal beim Thema sind, Realsozialismus, die Deutschen
und die Querfrontambitionen der "Linken" nicht einfach
unerwähnt lassen.
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